Dakota Johnson, Carolyn Bessette-Kennedy und die Rückkehr der Calvin-Klein-Coolness
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Gerade reicht ein einziger Scroll durch Instagram und man sieht sie überall: diese klaren Jeans, weiße Tanktops, glatte Haare, kaum Make-up. Die Ästhetik, die Carolyn Bessette-Kennedy in den 90ern praktisch zur Religion gemacht hat. Und mittendrin immer wieder ein Name: Calvin Klein. Nicht, dass die Marke jemals wirklich verschwunden wäre. Die Minimalismus-Fashion-Girlies haben CK ohnehin nie vom Radar gelassen. Doch seit die Serie "Love Story" die Legende um Carolyn Bessette-Kennedy neu entfacht hat, wirkt Calvin Klein plötzlich wieder wie das, was es eigentlich immer war: das Epizentrum der Understatement-Coolness…

Die Timing-Abteilung des Labels dürfte sich darüber jedenfalls freuen. Denn ausgerechnet jetzt startet Calvin Klein eine neue Kampagne – und besetzt sie mit jemandem, der diese Form von müheloser Coolness perfekt verkörpert: Dakota Johnson. Johnson gehört zu den wenigen Schauspielerinnen, die diese Art von Präsenz besitzen, die nicht konstruiert wirkt. Kein lautes Branding, kein Fashion-Theater. Eher dieses Gefühl, dass jemand einfach weiß, wer sie ist – und sich deshalb nicht besonders anstrengen muss. Genau diese Energie trägt auch die neue Spring-Kampagne. Gedreht und fotografiert von Gordon von Steiner folgt die Story Dakota Johnson durch einen entspannten Tag zuhause. Sie liest, arbeitet, bewegt sich durch Räume, die eher nach privatem Sonntagmorgen als nach Hochglanzkampagne aussehen. Die Kamera bleibt nah dran; manchmal fast voyeuristisch, manchmal mit einem kleinen Augenzwinkern.
Der Fokus liegt dabei auf zwei Dingen, die Calvin Klein seit Jahrzehnten zu Ikonen gemacht hat: Denim und Underwear.
Die Denim-Looks greifen die DNA der 90er auf, ohne nostalgisch zu wirken. Besonders die Archive High Rise Slim Jean bringt genau diese ikonische CK-Silhouette zurück – hoch geschnitten, klar, mit geradem Bein. Eine Jeans, die nicht versucht, modisch zu sein, sondern einfach funktioniert. Dazu kommt eine Relaxed Trucker Jacket in Vintage-Waschungen, die so aussieht, als hätte sie schon ein paar sehr gute Jahre erlebt. Wer es noch entspannter mag, greift zur Baggy Jean – lässig, cool und genau richtig für diesen Off-Duty-Look, der gerade von New York bis Kopenhagen wieder überall auftaucht.
Auch bei der Underwear bleibt Calvin Klein seiner Philosophie treu: Komfort, der fast unsichtbar ist. Die neuen Ultralight Styles fühlen sich wie eine zweite Haut an. Der Perfectly Fit Ultralight Bra arbeitet mit einer Spacer-Cup-Technologie, die Form gibt, ohne Gewicht zu erzeugen. Dazu kommen die Icon Cotton Modal Pieces, weich, minimal und genau so reduziert, wie man es von CK erwartet. Oder anders gesagt: Kleidung, die nicht versucht, sexy zu sein. Sie ist es einfach.
Dakota Johnson bringt dieses Gefühl ziemlich perfekt auf den Punkt. In der Kampagne geht es weniger um Mode als um eine Stimmung. Dieses kleine, fast unspektakuläre Gefühl von Freiheit, wenn man zuhause ist, barfuß durch die Wohnung läuft und plötzlich merkt, dass genau dieser Moment eigentlich der beste Look des Tages ist.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum Calvin Klein gerade wieder so stark funktioniert. Während Mode immer lauter, schneller und spektakulärer wird, erinnert uns die Marke daran, dass echte Coolness manchmal erstaunlich simpel ist: Eine gute Jeans. Perfekte Underwear. Und die Art von Selbstbewusstsein, die nicht laut sein muss, um gesehen zu werden.
Oder, um es im Geist von Carolyn Bessette-Kennedy zu sagen: Die coolsten Looks sind meistens die, die aussehen, als hätte man sie nie geplant.
Photos: © Calvin Klein. Directed and photographed by Gordon von Steiner.



















